Fernstudium BWL

Viele Menschen, die bereits mit beiden Beinen im Berufsleben stehen, würden gerne noch studieren, um ihren Kenntnisstand zu erweitern und theoretisches Wissen in ihre praktische Tätigkeit mit einfließen zu lassen. Doch wer den ganzen Tag über mit Arbeit beschäftigt ist, dem fehlen hierfür schlichtweg die zeitlichen Kapazitäten. Schließlich muss man an einer klassischen Universität tagsüber anwesend sein, um Vorlesungen, Übungen, Seminare und Kurse zu besuchen. Wenn man daneben noch in einer Vollzeitbeschäftigung tätig ist, ist das im Prinzip unmöglich. Unsere Empfehlung ist deshalb ein Fernstudium im Bereich BWL, da man sich hier die Zeit nahezu komplett selbst einteilen kann und in keinster Weise von festen Terminvorgaben abhängig ist. Man bekommt lediglich in regelmäßigen Abständen seine Lernmaterialien zugesandt und kann dann mit diesen arbeiten, wann immer man dazu Lust und Zeit hat. Schön und gut – aber an welcher Hochschule sollte man ein solches Fernstudium am besten absolvieren? Schließlich gibt es unzählige unterschiedliche Anbieter solcher Studienprogramme. Wir haben für Sie einmal zwei Fernhochschulen genauer unter die Lupe genommen – die Euro FH in hamburg und die AKAD in Stuttgart.

Beide Standorte stechen durch besonders geringe Gebühren im Vergleich zu anderen entsprechenden Einrichtungen hervor, an denen man meist deutlich weniger günstig studieren kann. Bei beiden Anbietern können Sie am Ende Ihres Studiums einen Bachelor als Abschluss erwerben und wenn Sie dann noch weiterstudieren möchten, einfach noch einen Master dranhängen. Sie können den Studiengang „Europäische BWL“ belegen. Nach beiden Studien verfügen Sie über breite Kompetenzen und ideale Jobchancen.

Fernstudium BWL: Wie läuft das ab?

Zunächst muss man sagen, dass betriebswirtschaftliche Studien mit dem Ziel eines Bachelorabschlusses europaweit in Struktur und Inhalten weitgehend ähnlich aufgebaut sind. So stehen auch bei den entsprechenden Studienprogrammen Fernhochschulen in den ersten Semestern die Grundlagen der BWL im Mittelpunkt. Dazu gehören eine Einführung in Marketing, Werbung und Verkauf genauso wie ein Überblick über finanzwirtschaftliche Modelle, Investitionsabläufe und Anlagestrategien. Auch die wichtigsten Kenntnisse in Buchhaltung und betrieblichem Rechnungswesen zählen selbstverständliche zum Basiswissen eines Betriebswirts. Und schließlich gehören auch Produktions- und Materialwirtschaft, Personalwesen und Management zu den obligatorischen Fächern eines BWL-Studiums. Daneben erlernen Sie auch die wichtigsten Grundkenntnisse in VWL, wirtschaftsbezogenem Recht und Informatik. Ganz ohne Mathe und Statistik kommt man leider auch an den Fernhochschulen in betriebswirtschaftlichen Studiengängen nicht aus, allerdings muss man in diesen Fächern sicher kein Genie sein und die Anforderungen halten sich letztlich doch in Grenzen. Dennoch, ganz wichtig: Wer zu Zahlen und Rechenoperationen gar keinen Bezug hat und schon in Schulzeiten Mathematik gehasst hat, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass man als Betriebswirt immer wieder mit diesen Themen zu tun hat. Im Masterstudium können Sie dann Schwerpunkte wählen, wie zum Beispiel den Schwerpunkt Logistik oder den Schwerpunkt Marketing. Das BWL-Studium können Sie an beiden Fällen mit Fachhochschulreife oder Abitur antreten und ganz bequem nebenbei neben der Ausbildung absolvieren. Allerdings ist das Studium nicht leicht und wenn Sie neben dem Beruf studieren, erhöht sich natürlich die Dauer gegenüber einem Vollzeitstudium. Die Kosten halten sich in überschaubaren Grenzen und sind mit einem beruflichen Einkommen im Normalfall problemlos zu tragen. Das Studium an beiden Hochschulen ist im Vergleich zu anderen Institutionen relativ kostengünstig.

Fernstudium BWL: Wie aufwändig ist das Studium?

Wie kann man nun die Arbeitsanforderungen eines Fernstudiums einschätzen? Das kann man natürlich nicht pauschal sagen, allerdings sollte man sich als Student darüber bewusst sein, dass ein Fernstudium in keinem Fall weniger aufwändig ist und weniger Zeit in Anspruch nimmt als ein „herkömmliches“ Studium. Der Vorteil eines Fernstudiums liegt definiv nicht darin, dass es leicht und mit weniger Anstrengungen verbunden ist, sondern dass man sich seine Lernzeiten ganz nach den eigenen Präferenzen frei einteilen kann. Die Hochschule lässt Ihnen in regelmäßigen Abständen die jeweils aktuellen Lernpläne, Materialien, Übungsaufgaben und Literaturempfehlungen zukommen und Sie selbst entscheiden dann, wann Sie Zeit und Muße haben, sich mit den Lerninhalten detaillierter zu beschäftigen. Wenn Sie in der Arbeit zwischen zwei Terminen ein wenig Leerlauf haben, wenn Sie in der Mittagspause nichts zu tun haben oder wenn Sie abends nach Hause kommen und noch genügend Kraft und Ausdauer haben, ein wenig zu lernen – perfekt! Gerade diese enorme zeitliche Flexibilität hebt ein Fernstudium vom klassischen Studium an einer Präsenzuniversität deutlich ab. Ganz ohne Präsenz kommt jedoch auch ein Fernstudium nicht aus: Immer am Ende des Semesters müssen Sie bestimmte Veranstaltungsorte aufsuchen, um dort Ihre schriftlichen oder mündlichen Prüfungen abzulegen, denn ohne diese kommt natürlich auch ein Fernstudium nicht aus. Die Prüfungsorte befinden sich meist in großen Städten wie Berlin, Hamburg, Hannover oder München, so dass Sie von allen Teilen Deutschlands bequem und problemlos zu erreichen sind. Die Durchfallquote der Klausuren ist erfahrungsgemäß deutlich niedriger als an Präsenzunis, wo man eine Prüfung nicht selten zwei bis drei mal schreiben muss. Anstrengen müssen Sie sich trotzdem. Wenn Sie Ihr Studium nebenberuflich absolvieren, wird es im Normalfall schwierig, dass Sie sich bereits in 2 Jahren Master of Science oder Master of Arts nennen können. Meist braucht man etwas länger. Die Master Kosten erhöhen sich dadurch jedoch nicht.

Meine Erfahrungen

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist ein Fernstudium der ideale Weg zu studieren, wenn man aus welchen Gründen auch immer kein Vollzeitstudium an einer Präsenzuniversität absolvieren kann. Die Ursachen dafür können unterschiedlichster Art sein – einige meiner Kommilitonen hatten keinen Studienplatz an ihrer Wunschuniversität ergattern können und sich deshalb für ein Fernstudium entschieden, andere konnten ihr Haus nicht flexibel genug verlassen, da sie ihre kranken Großeltern pflegen mussten. Bei mir war es so, dass ich schon seit einigen Jahren mit beiden Beinen im Berufsleben verankert war, aber irgendwann feststellte, dass ich mich unbedingt noch weiterentwickeln wollte – sowohl beruflich als auch in meiner Persönlichkeit. Ein Studium schien mir da der ideale Weg. Nur wollte ich auf keinen Fall meinen Beruf aufgeben, sondern weiterhin Geld verdienen und in meinem Berufsfeld, das mir sehr Spaß machte aktiv sein. Ein Studium ohne Präsenz schien mir da der perfekte Weg. Und so schrieb ich mich schon kurze Zeit später an der Euro FH ein, wo ich einen Bachelor of Arts in Europäischer Betriebswirtschaftslehre anstreben wollte. Die Voraussetzungen an den verschiedenen Hochschulen sind unterschiedlich, die meisten verlangen jedoch mindestens die Fachhochschulreife. Allerdings gibt es auch ausnahmen, an denen man ein Bachelorstudium ohne Abitur antreten kann, an der AKAD in Stuttgart kann man ein Studium unter gewissen Umständen sogar mit Realschulabschluss beginnen. Im anschließenden Masterstudium wählte ich dann den Schwerpunkt Marketing sowie den Schwerpunkt Steuern, beide haben mich beruflich enorm weitergebracht. Ich empfand das Studium zwar als nicht schwer, aber doch mit einem ordentlichen Zeitaufwand verbunden. Es ist sinnvoll, sich auf eine Prüfung ausgiebig und intensiv vorzubereiten, wenn man eine gute Note erhalten möchte. Wenn Sie noch unsicher sind, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden wollen, gucken Sie sich online einmal ein Ranking der verschiedenen Hochschulen an!

Die Anbieter

Wir können Ihnen nur raten, sich im Vorfeld umfassend zu informieren und sich Gedanken zu machen, welcher Anbieter der Richtige sein könnte. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie bei der Beurteilung der verschiedenen Hochschulen am besten vorgehen. Die wohl bekannteste Universität, die Fernstudiengänge in allen möglichen wissenschaftlichen Fächern und Disziplin anbietet, ist die Fernuniversität Hagen. Allerdings können Sie hier nur mit einer Allgemeinen Hochschulreife, sprich einem Abitur, studieren. An anderen Hochschulen werden Sie auch mit einer Fachhochschulreife zugelassen, bei einigen Fächern reicht sogar ein Realschulabschluss. Die Voraussetzungen für die Zulassung zu einem Studium ist also von Hochschule zu Hochschule und von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich. Allgemein gilt jedoch, dass Sie an jeder dieser Fernhochschulen nach dem erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums ein offizielles Zertifikat erhalten, das staatlich anerkannt ist und Ihnen alle Türen in der Berufswelt öffnet. Bei der Entscheidung, an welcher Fernhochschule Sie studieren möchten, sollten Sie einen ausführlichen Preisvergleich durchführen, denn einige Anbieter sind sehr teuer, andere, wie die AKAD oder die Euro FH, sind vergleichsweise günstig.

Lassen Sie sich von verschiedenen Standorten probeweise unterlagen zusenden, so dass Sie die Bedingungen der unterschiedlichen Anbieter genau kennen. Vergleichen Sie auch die Inhalte der Studiengänge untereinander, in manchen BWL-Studien liegt der Schwerpunkt eher auf Rechnungswesen, in anderen gibt es Zusatzangebote wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie oder Coaching. Wir wünschen Ihnen viel Glück bei Ihrer Weiterbildung – mit ein wenig Eifer und Spaß an der Sache ist ein Fernstudium leicht zu schaffen!

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Berlin, Hamburg, Hannover, München